Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Inhaltsbereich

Pas de deux

Zwei Ateliers wagen gemeinsame Schritte:
„Georgette“ und Groupe Smirage präsentieren sich am Scheidplatz.

pas de deux

Der Pas de deux ist der Höhepunkt einer Ballett-Aufführung. Und eine Herausforderung für die Tanzpartner: Es muss nicht nur jeder Schritt sitzen, sie müssen sich aufeinander einstellen und sich harmonisch bewegen, um die Zuschauer mit Anmut und Spannung zu bezaubern. Nicht zufällig wurde dies zum Titel der Ausstellung, die derzeit in den Räumen der Münchener Volkshochschule am Scheidplatz zu sehen ist. In einem ganz ähnlichen Prozess entstand sie. Zwei Ateliers mit unterschiedlichen Techniken stellen erstmals gemeinsam aus: Die Groupe Smirage – mit Künstlern der klassischen Malerei – und „Georgette“ – mit Seidenmalerei. Was ist das Besondere? Bilder und Tücher, die für die Ausstellung geschaffen wurden, haben die Künstler farblich aufeinander abgestimmt und in Paarungen kombiniert. So antwortet „Herbstduft“ (Karton auf Seide) auf „Die Verlockung“ (Aquarell & Chinatusche) oder „Antipasti“ (Seide) begegnet der „Cucina italiana“ (Acryl). Jede Paarung strahlt ihre eigene Stimmung aus: Heiter in Pink, ruhig-erdig in Braun- und Orange-Tönen.

Wie verlief der gemeinsame Schaffensprozess? „In der Vorbereitung sind sich die beiden Künstlergruppen näher gekommen. Man setzte gegenseitig kreative Prozesse in Gang,“ beschreibt Barbara Schwarz, Gruppenleiterin der Seidenmalerei. „Welche Herausforderung in einem Werk auf Seide steckt, wissen die Wenigsten. Man kann nicht einen Strich korrigieren. Da ist viel Vorbereitung und Geduld gefragt.“ bewundert Lydia König, Gruppenleiterin der Groupe Smirage die Kollegen. „Wir wollen mit der Ausstellung dieser Kunstform mehr Präsenz verleihen.“

Dass dies gelang, zeigte sich bei der Eröffnung. Rund 80 Gäste aus der Nachbarschaft, dem München Stift, der mvhs und der Pfennigparade – darunter auch der Vorstand Ernst-Albrecht von Moreau - folgten der gemeinsamen Einladung von mvhs und Pfennigparade. Thomas Potthoff, Leiter des Fachbereichs Kunst, eröffnete die Veranstaltung im Gespräch mit den Künstlern. Gisela-Maria Reinhardt trug ein eigens für die Ausstellung verfasstes Gedicht vor. „Ein schönes Gemeinschaftsprojekt, an dem nicht nur die Künstler mitwirken: Das Kreativ Labor schaffte den musikalischen Rahmen, Julia Zehner bereitete das Catering. Eine rundum gelungene Veranstaltung.“ stellt Veronika Molke, Referentin der Geschäftsführung und Organisatorin der Vernissage fest. „Gerade für die Künstler der Seidenmalerei gehören Ausstellungen nicht zum Tagesgeschäft. Sie waren alle begeistert und haben durch die vielen guten Rückmeldungen frische Motivation für ihr Schaffen bekommen.“ freut sich Barbara Schwarz. Die Ausstellung ist bis Ende Juni am Scheidplatz zu sehen.