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Auf der Messe Eigenprodukte verkaufen - das machen doch alle! Das Kreativ Labor brachte die Eröffnungsfeier in Schwung und der Stand der Pfennigparade überraschte in diesem Jahr mit Alpenpanorama und Kletterwand.

Fakten in Kürze

  • Vom 29. März bis zum 1. April 2017 fand die Werkstätten:Messe in Nürnberg statt.
  • Das Kreativ Labor gab den musikalischen Rahmen der Eröffnungsfeier.
  • Auf dem Stand wurden die Aktiv-Angebote der INSEL mit Kletterwand und Filmen präsentiert.
  • Die Facebook-Gruppe stellte aktuelle Bilder und Interviews von der Messe ins Netz.
  • Markus Mair referierte im Rahmen des Fachvortragsprogramms.

Ende März öffnete die Werkstätten:Messe in Nürnberg wieder ihre Tore. Rund 14.000 Fachkräfte, Kunden und Interessierte informierten sich an den 179 Ständen über Produkte und Leistungen von Werkstätten aus dem gesamten Bundesgebiet. In der feierlichen Eröffnung wurden politische Akzente gesetzt. In über 80 Fachvorträgen konnte man sich neue Impulse für fast alle Bereiche der Arbeit in Werkstätten holen. Von der Eröffnung über die Leistungsschau bis hin zum Vortragsprogramm: Die Klassische Werkstatt der Pfennigparade war überall präsent.

Kreativ Labor bei der Eröffnung: Stimmung in drei Minuten

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Dreimal drei Minuten sollte das KreativLabor bei der Eröffnungsfeier mit Musik füllen – dafür hat die Band drei Monate hart geprobt. „Wir haben für die Messe einen neuen Titel einstudiert.“ erläutert Alexander Müller, Gruppenleiter des Kreativ Labor, die Vorbereitung. Einstudiert? Komponiert! Aus dem Urtext von Günter Schirmer arrangierte Alexander Müller die Lyrics. Zusammen mit Alexander Graul wurde das songtaugliche Material vertont. So entstand „Mit einer Hand“. Beim Proben mit der Band schnitt man den Titel auf die Talente der Musiker zu. „Wir stülpen niemandem etwas über, wir passen jede Stimme dem Wesen des Musikers an. Nur so funktioniert`s.“ Damit der Auftritt reibungslos lief, reiste die Band schon am Vortag an und erledigte den Soundcheck. Kurz vor der Eröffnung kleidete man sich im Backstage-Raum um. Dann ging es auf die Bühne – vor 500 geladene Gäste.

Die Moderatorin versprach sich und kündigte die Band zunächst als „Kreativ Büro“ an. Den Versprecher drehte sie zum running gag und ließ das Publikum vor jedem Auftritt die Frage beantworten: „Wie heißt die Band?“ – So wird man sich auch in der letzten Reihe an das KREATIV LABOR erinnern. Nachdem der Eingangssong verklungen war, folgten Begrüßungen und eine Podiumsdiskussion zum Bundesteilhabegesetz, dann der nächste Titel „Roter Faden Dance“. Auch dieser wurde mit Begeisterung aufgenommen. Die Band war zufrieden. Tanja Wrede, Kreativ Labor (Gesang): „Cool…! Unseren Auftritt fand ich super. An diesem Tag war ich einfach total gut drauf, bis auf die Nervosität natürlich. Es war einfach traumhaft, vor fünfhundert Leuten zu spielen!“ Im Anschluss wurden die exzellent-Preise für Bildung, Produkt und Kooperation verliehen. Für die Kategorien Produkt und Kooperation waren auch das „Kunstwerk am Luitpold“ (Digitale Kunst und Post-Partnerfiliale) und die Kooperation mit hagebaumarkt der Pfennigparade nominiert – also unter den ersten drei Plätzen. Die ersten Plätze gingen jedoch an die Stiftung Mensch, das Rudolf-Sophien-Stift und die Hannoverschen Werkstätten.
Mehr zu den Exzellent-Preisen

Nach der Ehrung stimmte die Band noch den neuen Titel „Mit einer Hand“ an - wippende Köpfe und Fußspitzen, tosender Applaus am Ende. Stefan Bedrich (Percussion) sagt: „Ein fantastischer Auftritt, in dem die kleinen Fehler des Lebens nicht entdeckt wurden. Kurz gesagt: Spitze!“ Unter den 500 Zuhörern war natürlich auch Josef Grimm, Geschäftsführer der KWfbM: „Wirklich ein sehr gelungener Auftritt, vielen Dank nochmal an alle Künstler!!“ Der Aufwand – drei Monate für dreimal drei Minuten – hat sich also vollauf gelohnt.

Herausragend: Klettern am Stand der Pfennigparade

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Das bunte Messegeschehen war geprägt von Verkaufsständen: Jede Menge Nützliches und Dekoratives wie Kerzen, Kinderspielzeug, Taschen oder Filz-Anhänger, aber auch die Dienstleistungen oder Bildungskonzepte einzelner Werkstätten präsentierten sich. Der Stand der Pfennigparade ragte im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Meer der Stände heraus. Mit einem 6 m hohen Kletterturm zog er die Blicke auf sich. Näherte man sich, erblickte man eine Almhütte und Berglandschaften, die Urlaubsgefühle weckten. Meist entdeckte man auch eine Person, die sich an einer Kletterwand nach oben arbeitete. „Urlaub, naja, wir wollten mit dem Stand unsere Aktiv-Angebote für Menschen mit Behinderung darstellen. Was viele nicht wissen: Eine Behinderung ist kein Grund, auf Klettern oder Skifahren zu verzichten.“ beschreibt Markus Mair, Leiter der INSEL, der Inklusive Natur-, Sport- und Erlebnis-Landschaft der Pfennigparade, das Ziel des diesjährigen Messeauftritts. Wer die Wand bezwungen hatte, konnte sich auf einer Bank erholen und fotografieren lassen. Das Facebook-Team interviewte die Kletterer im Anschluss. „Die Leute kamen euphorisiert herunter. Eine ältere Dame, 70 Jahre wie sie mir verriet, unterwegs mit Rollator, schaffte es bis ganz oben. Sie kam ein paar Stunden später noch einmal vorbei und bedankte sich für das Erlebnis.“ berichtet Thomas Potthoff, Fachbereichsleiter Kunst, der die Kletterer sicherte. In der Beratungsecke des Standes informierte sich überwiegend Fachpersonal über die erlebnispädagogischen Angebote der Pfennigparade. „Ich denke, wir haben einige auf neue Ideen gebracht, viele Flyer verteilt. Mal sehen, was jetzt so als Echo zurückkommt.“ meint Markus Mair.

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Auch im Vortragsprogramm ließ die KWfbM ihre Kompetenz einfließen. Markus Mair referierte über Erlebnispädagogik in der Rehabilitationsarbeit. Musik bei der Eröffnung, ein Stand mit vielen Aktionen, ein Fachvortrag: „In diesem Jahr wollten wir insbesondere die Fachkräfte aus anderen Werkstätten auf unsere Angebote aufmerksam machen. Gerade die Aktivitäten der INSEL oder unsere Band können gut von anderen Werkstätten gebucht werden. Ich denke, wir haben diese Zielgruppe erreicht. Natürlich mit hohem Personalaufwand: Es sind ja nicht nur die Leute, die den Stand entwerfen, aufbauen und betreuen. Wir müssen diese ja auch in der Werkstatt vertreten lassen. Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden ganz herzlich bedanken, das war wirklich hoch professionell und überwältigend.“ fasst Charlotte Hoelbe, Geschäftsführerin der Klassischen Werkstatt der Pfennigparade, zusammen.